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2013/10/18

Montagsfrage: Glaubwürdigkeit


Heute bin ich mal wieder bei der Montagsfrage von i-need-sunshine dabei. Dieses Mal hat sie diese Frage gestellt:

Leidet durch PR-Samples, Affiliate Links und bezahlte Beiträge die Glaubwürdigkeit eines Bloggers?


Ich finde die Frage eigentlich ganz interessant als Blogger, sowie als Leser. Und vorallem ist das Thema ja dauerhaft präsent.
Ich selber als Blogger, lasse  mich wie schon bekannt ist sponsorn, würde auch Advertorials annehmen wenn sie zu mir passen und setze auch gekennzeichnete Affililate Links. Ich selber habe nicht das Gefühl, dass meine eigene Glaubwürdigkeit dadurch in den Keller sinkt. Ich nehme nur Kooperationen an, die zu mir passen. Bei denen ich mich nicht verbiegen müsste. Und auch wenn sie mir von Anfang an zusagen  gebe ich mir Mühe objektiv zu schreiben und niemand an der Nase herumzuführen. Dasselbe zählt für PR-Samples, nur weil mir kostenlos etwas zugeschickt wird drehe ich nicht am Rad und bewerte aus Dankbarkeit alles positiv. Da bleibe ich konstruktiv kritisch und ehrlich. Und Afillilate Links setze ich dort, wo sie eh stehen würden, allerdings gekennzeichnet. Ob man dann über diesen Link shoppt kann man immernoch selber entscheiden, ob man mir eine Provision gönnt oder nicht :D
Ich geh mir der ganzen Sache ziemlich offen um und hoffe natürlich dass durch meine Ehrlichkeit nicht meine Glaubwürdigkeit sinkt, aber das können natürlich nur meine Leser beurteilen.

Ich als Leser bin eventuell etwas naiv und erwarte genau so eine Einstellung auch von anderen Blogs, die ich lese.
Ich erwarte von den Bloggern einfach einen reflektierten Umgang und eine angemessene Kennzeichnung, daher bin ich der Ansicht dass die Glaubwürdigkeit darunter NICHT Leidet. Jetzt kommt das große ABER.
Wenn ich Blogs sehe, die vorallem bei PR Samples jedes Teil in den Himmel loben und ich schon herauslesen kann, dass man sich nur minder damit beschäftigt hat werde ich misstrauisch. Ist das die echte Meinung oder nur Honig um den Mund schmieren. Bei Affililate Links dagegen werde ich gar nicht misstrauisch, ich weiß wie das System läuft und wenn mir etwas gefällt wieso sollte ich den Bloggern, über die ich es finde keine Provision gönnen? Das ändert an meinem Kaufpreis schlussendlich ja nichts.
Advertorials dagegen lassen meine Alarmglocken schon höher schrillen. Ich kenne es, man bekommt Emails mit wirklich tollen Angeboten, aber will ich für einen tollen Preis Servietten vorstellen oder bewerben? Nein möchte ich persönlich nicht. Daher reagiere ich auf manche Advertorials richtig allergisch. Themen, die zum Blog passen? Klar gerne , lese ich mir trotz klarer Werbeabsicht oft durch. Aber  oft sind es einfach Themen oder Produkte bei denen ich mir denken muss: Na wie viel Kohle hast du dafür bekommen? Dann bin ich als Leser manchmal sogar richtig enttäuscht.

Es ist ein schweres Thema und es kommt definitiv auf den Blogger dahinter an, über einen Kamm scheren kann man hier glaub niemand, da die Sache jeder anders angeht. Aber für ein tolles Produkt oder einen hohen Betrag sollte man seine Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel setzen, weil darunter leiden auch andere Blogger, die sich Mühe geben sie aufrechtzuerhalten. Die eigene Glaubwürdigkeit wieder herzustellen ist  nämlich  bei weitem schwerer.

Kommentare:

  1. Toller Beitrag. Ich sehe das genauso wie du! Schließe mich dir hier also komplett an. In jemadem Punkt :)
    Wenn erstmal das Vertrauen dahin ist, kann man es fast unmöglich wieder aufbauen.

    Liebst, Ella ♥
    von Ella loves


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  2. Ich sehe das auch so wie du. Man sollte nur über etwas berichten, wenn es auch wirklich zu einem passt bzw. man einfach ernsthaft Interesse an dem Produkt hat und es sich auch im Normalfall selbst kaufen würde.
    Leider gibt es zwar 'schwarze Schafe', die sowas ausnutzen, aber ich glaube die gibt es leider immer und überall und letztendlich werden die nicht weit kommen in ihrem Leben. Wenn man so Profitgeil ist, dann leidet meistens die Persönlichkeit darunter.

    Viele liebe Grüße, Christin
    Mein 1.Blog-Gewinnspiel

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  3. Ich sehe das ähnlich wie du, die Glaubwürdigkeit leidet nicht zwangsweise unter PR-Samples und Sponsoring - es kommt drauf an, was der Blogger daraus macht. Wer prinzipiell alles in den Himmel lobt, nur weil er es umsonst bekommen hat, bleibt natürlich nicht glaubwürdig und verliert mit der Zeit das Vertrauen der Leser. Viele lassen sich ja auch mal anfixen und kaufen das Produkt auf Empfehlung eines Blogs - wenn der Blogger das Produkt dann distanziert betrachtet, kann das eine echte Bereicherung sein. Daher finde ich auch, dass es ein Muss ist, gesponsorte Produkte zu kennzeichnen, damit man besser abschätzen kann ob das nun die ehrliche Meinung ist oder nicht. Permanent gesponsorte Produkte vor die Kamera knallen ohne das irgendwo zu erwähnen, ist für mich daher auch ein Grund zu entfollowen~
    Liebe Grüße!

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  4. Guter Post. Ich bin deiner Meinung was solche Sachen angeht :)

    Liebe Grüße, Daniel
    festgehaltene-momente.blogspot.com

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  5. Lustig, wir hatten heute eine Klausur über die Beeinflussung des Journalismus durch PR ;)
    Aber es ist wie du sagst, das hängt echt von den jeweiligen Personen ab. Gekennzeichnete Artikel, in denen die Natur des Beitrags (Sponsoring etc.) erläutert wird sind total ok. Ich mein, wer freut sich nicht über ein bisschen materielle Unterstützung für seinen Blog?!
    Und dann gibt es noch die Mädchen, die sich ganze Beiträge von den Unternehmen diktieren lassen. Da denk ich mir so "Mädel, dein Schreibstil war gestern aber noch ein ganz anderer!". Das ist dann auch schon fast Verarschung, und da leidet halt die Glaubwürdigkeit.

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  6. Mir geht es da ähnlich wie dir, Advertorials (neues Wort gelernt, danke^^) hasse ich wie die Pest! Wenn ich merke, dass ein Blogger, dem ich folge sowas macht, kündige ich direkt.
    Man merkt es sofort, das sind meist Produkte/ Themen, über die derjenige sonst nie schreiben würde und dann sind es meist auch noch vorgefertigte Texte und so... da könnte ich kotzen, ehrlich!!!

    PR Samples und so sind ok, wobei ich da manchmal schon etwas neidisch drauf bin ;)

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  7. ich stimme dir zu, ich hatte mal einen Blog drin, da ging es dann von Nagellack und Beauty über Haushaltsreiniger und was weiß ich, alle paar Tage... und alles war suuuppper und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es nicht ums bloggen ging, sondern darum möglichst günstig eine Wohnungseinrichtung abzustauben xD Also man kann es auch übertreiben.
    Wenn das Produkt aber passt, dann ja, kann man ruhig über Sponsoren schreiben, warum nicht :)

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  8. Hi, in der Tat ist das eine spannende Frage. Ich würde meinen, dass das immer eine Frage des Bloggers ist. Es gibt Blogger, die unpassende Aufträge oder Produkte ablehnen. Wenn dieser Blogger dann über gesponserte Produkte dennoch authentisch schreibt und nicht einen "Alles-super-unbedingt-kaufen" Artikel verfasst, sondern mit Mehrwert bloggt, dann spricht aus meiner Sicht nichts dagegen. Blogger, die alles annehmen, laufen allerdings Gefahr, ihr Blog zur "Müllhalde" oder "Werbeplattform" verkommen zu lassen. Ob das dann Leser haben wollen? Liebe Grüße, Stephanie

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