Es ist nicht alles Gold was glänzt
Transparenz bei Bloggern
Heute mache ich mich mal an das große Thema Transparenz bei Bloggern, dieser Beitrag von Kalter Kaffee hat mich dazu angestiftet, eigentlich ist eine Aktion von I need Sunshine, sie hat dieses Thema bei ihrer Montagsfrage in den Raum geworfen. Und ich finde dieses Thema sehr interessant aber auch unheimlich wichtig. I Need Sunshine hat explizit diese Frage in den Raum geworfen:
Ich werde diese Frage jetzt mal so gut es geht beantworten, einmal als Blogger aber auch einmal als Leser. Bin ja schließlich beides und hoffe, dass ich meine Meinung so gut wie es geht darlegen kann. Es würde mich aber auch interessieren wie ihr dazu steht, also schreibt eure Meinung einfach in die Kommentare, ich freue mich auf munteres diskutieren.
Die Blogosphäre wächst ununterbrochen, während ich anfangs nur an die 50 Blogs gelesen habe, hat sich diese Zahl vervielfacht. Ich lese bei weitem nicht ALLE Blogs , wäre ja auch unmöglich, aber schon einige. Und zwischendrin fällt mir als Leser immer wieder eine Sache auf: Es wird immer schwerer zu differenzieren was ist gesponsort und was ist gekauft, ist die Meinung gekauft oder echt? Das Blogs für viele Firmen eine Werbefläche mit hoher Kundennähe ist, ist kein Geheimnis mehr. Nicht alle, aber viele Blogs lassen sich regelmäßig Sponsorn, schalten Banner oder schreiben Advertorials . Aber nicht alle kennzeichnen das, ich möchte den rechtlichen Aspekt hier mal außen vorlassen, da ich in dem Dschungel von Rechten und Gesetzen selber erst nach ausführlicher Recherche bedingt durchblicke. Vor allem gibt es zu dem rechtlichen Aspekt genug Posts von qualifizierteren Menschen als mir. Aber wie viel Transparenz ist bezüglich diesen Themas nötig, um seine Leser nicht außen vor zu lassen? Ich habe zwar inzwischen einigermassen den Dreh raus um Posts die nicht gekennzeichnet sind, trotzdem als gesponsort zu entlarfen. ( Anni die Myth Busterin-nach dem 10 x nennen des Namens und dem 25x MEIN ABSOLUTES NEUES LIEBLINGSSTÜCK, weiß man einfach wer gekauft wurde und wer nicht.). Aber wieso muss man sich selber eigentlich diesen Aufwand machen, es wäre doch für alle Beteiligten viel besser wenn der Blogger einfach den Artikel als Sponsoring, Advertorial oder kostenloses PR Produkt angeben würde. Ich kenne nur sehr wenige Blogs, die bei diesem Thema wirklich offen reden. Ich selber finde da gibt es nichts zu verstecken oder zu verheimlichen. Ich schätze die Ehrlichkeit zu mir als Leser sogar sehr. Wenn sie dagegen fehlt und man sich nur herum redet, frage ich mich nur WIESO ? Haben die Blogger Angst, dass ihre Leser sie verurteilen? Ich kann es euch nicht sagen, ich als Leser würde mich bei weitem mehr Transparenz bei diesem Thema wünschen, wobei man hier auch sagen MUSS dass Schleichwerbung in Deutschland nicht erlaubt ist.
Eben wegen meiner Meinung zu dem Thema versuche ich meine Bedürfnisse als Leser in meinem Blog so gut es geht umzusetzen. ( Wenn euch etwas fehlt, ist jetzt der Zeitpunkt es zu sagen). Auch wenn ich es früher nicht getan habe, versehe ich inzwischen jeden gesponsorten Post mit einem “Sponsoring”-Label und einem kleinen Schriftzug am Ende vom Post. Advertorials habe ich noch nie geschrieben, daher kann ich dazu nichts sagen. Ich möchte einfach ehrlich sein, damit ihr wisst wie der Hase läuft. Vorallem ist es in meinen Augen wichtig zu erwähnen, da viele meiner Reviews sehr positiv ausfallen. Das liegt aber schlicht und ergreifend daran, dass ich oft die Entscheidung welches Produkt es denn sein darf, selber treffen darf. Und ich entscheide mich ja nicht für etwas was ich doof finde. Wäre ja für beide Seiten kontraproduktiv. Ich versuche trotzdem eine neutrale Meinung zu haben und nicht alles sofort in den Himmel zu loben, ich möchte nicht wirken wie eine von diesen “gekauften Mädels”, die sich vor Freude über euren Make Up Pinsel wahnsinnig kreischend im Kreis drehen während das Youtube Video aufnimmt. Ich möchte einfach authentisch wirken. Und dafür gehört einfach eine differenzierte Kennzeichnung gewisser Posts.
Kommentarsterben
Über das Thema könnte man theoretisch noch ewig schwadronieren.
Ich möchte euch ein Video zeigen…
Nachdem ich schön artig angefragt habe, ob ich das Video nutzen darf, muss ich es euch einfach zeigen. Es ist wunderschön, am Ende habe ich (so blöd es für manche auch klingen mag) einige Freudentränchen verdrücken müssen, weil ich so gerührt war
Meinung am Sonntag: Bilder auf Zigarettenschachteln?
Eventuell haben es einige von euch schon gehört: Deutschland möchte sich ein Vorbild an anderen Ländern nehmen und abschreckende Bilder auf Zigarettenschachteln drucken. Als ich davon gehört habe wäre ich schon wieder am liebsten die Wände hochgegangen. Ja klar wir wissen alle Rauchen ist eine dumme Idee und man sollte es von vornerein lassen. Aufhören ist nacher schwer genug, ja ich bin auch gescheitert.
Aber jetzt frage ich mich natürlich was sollen diese Bildchen von Lungen und Raucherbeinen bringen? Ganz klar Abschreckung. Aber ist Abschreckung so gut? Ich bin der Ansicht, dass richtige Raucher sich von diesen Bildchen nicht sonderlich beeindrucken lassen, denn die meisten wissen was sie ihrem Körper damit antun. Und Jugendliche die es unbedingt versuchen wollen, weil sie denken es macht sie cooler gehen dieses Risiko sicher trotzdem unheimlich gern ein.
Diese Bilder werden in meinen Augen niemand wirklich motivieren damit aufzuhören, wer wirklich aufhören will zu Rauchen macht das von ganz alleine und aus ganz eigenen Beweggründen. Weil sind wir mal ehrlich, jeder von uns weiß wie es in Schlachthöfen aussieht, trotzdem essen viele Fleisch. In Ignoranz und Verdrängung ist die Menschheit nämlich ziemlich gut.
Ich selber bin Raucher und muss offen zugeben, dass ich den Gedanken von einer schwarzen Lunge “Angelächelt” zu werden, wenn ich eine rauchen gehe, eher unschön finde. Ja ich weiß was ich meinem Körper antue, aber 24/7 damit konfrontiert zu werden finde ich eher penetrant und nervig als aufklärend.
Und genau hier kommt der Knackpunkt in meinen Augen, diese Bilder sind wie schon gesagt abschreckend aber wäre bei so einem Thema Aufklärung nicht viel wichtiger, als dem Verbraucher wortlos Bilder um die Ohren zu prügeln?… Wir haben in Biologie damals sehr sehr früh gelernt was mit unserem Körper geschieht. Und zwar richtig intensiv, wieso weshalb warum. Trotzdem gab es genug die nach wie vor zum Glimmstängel gegriffen haben. Hallo Verdrängung!
Wenn das sogar bei richtiger Aufklärung der Fall ist, werden diese Bildchen höchstwahrscheinlich nicht sonderlich viel ändern, außer den Druckerfarbenstand in der Fabrik.
Nein ich möchte Rauchen nicht beschönigen, ich möchte nur klarmachen, dass ich diesen Ansatz nicht sonderlich fördernd finde. Denn wenn wir dieses Schema “Alles was böse ist soll mit einem Bild versehen werden” weiterführen, müsste in meinen Augen auf jedem Schnitzel ein ausblutendes Schwein und auf jeder Weinflasche eine kaputte Leber und auf jedem Shirt diverser Klamottendiscounter abgemagerte Kinder an Nähmaschinen zu sehen sein. ABER da wäre das Geschrei dann groß. Sowas würden 80% wahrscheinlich nicht sehen wollen.
Das Zigaretten nach wie vor an der Kasse stehen und ALLE Nichtraucher sowie Raucher diese Bilder sehen müssen, vergessen viele. Falls das durchkommt freue ich mich schon auf die Konversation an der Kasse “Mama was ist das” -”Ja mein Kind das ist ein abgefaultes Bein” Pädagogisch wertvoll, sag ich da nur.




